Das Handwerk in Mecklenburg hat eine lange Tradition. Vor über 100 Jahren organisierte es sich und hat heute immer noch goldenen Boden. Was wäre unsere Wirtschaft ohne die Handwerksmeister, die selten gewordene Leistungen anbieten, schon sehr lange in der Region ansässig oder Vorreiter bei der Ausbildung von Berufsnachwuchs sind.

 

Von Hause aus ist Ronald Neumann Zentralheizungs- Lüftungsbauer. Von der Pike auf hat er sein Handwerk gelernt. Wohnungsbaukombinat Schwerin, das Landbaukombinat in Ludwigslust, später das Eldenaer Heizhaus, wo er als Kesselwärter arbeitete, waren unter anderem Stationen seines berruflichen Werdegangs. Und immer spielte der Wunsch mit, sich irgendwann mal selbstständig machen zu können. Derweil hatte er schon seinen Industriemeister in der Tasche, doch ohne Meisterabschluss war sein Vorhaben völlig aussichtslos.

Also setzte sich Ronald Neumann erneut auf die Schulbank. Allerdings zu einer Zeit, wo alsbald vieles in der Schwebe hing. Wir schrieben Spätsommer 1989. Trotz aller Ungewissheit stand für den Eldenaer fest, "jetzt gehe ich meinen eigenen Weg". Beim Rat des Kreises meldete er Anfang 1990 sein Gewerbe an und erhielt die Berechtigung gleich mit. Doch im alten Unternehmen war so viel Arbeit, dass er nicht sofort aufhören und sich um seine Firma kümmern konnte. Letztlich blieben ihm noch knapp fünf Wochen bevor am 1. Juli 1990 Neumann Fortschrittliche Haustechnik eröffnete.

Mit dem ersten umgetauschten Geld wurde ein Lada mit Hänger angeschafft, und dann, hieß es von Null auf Hundert durchzustarten. Vielen gleich war der Beginn ein Sprung kopfüber ins kalte Wasser. Fragen, wie kommst du an das passende Werkzeug oder wo kaufst du Material, bereiteten schon schlaflose Nächte. Über die Einkaufs- und Liefergenossenschaft bahnten sich Kontakte an unter anderem auch zur Firma W. L. Schröder, die inzwischen selbst in Ludwigslust ansässig ist.

Das sind souveräne Partner und Geschäftsleute, die mir sehr geholfen haben, erinnert sich Ronald Neumann gern an die ersten Treffen. Seine erste Heizungsanlage baute er in Kolbow ein. Und nebenbei lief weiter sein Meisterstudium. Im Oktober 1991 .hatte er es dann geschafft und im wahrsten Sinne des Wortes sein Meisterstück absolviert.


Derweil türmten sich die Aufträge. Der Bedarf an neuen Heizsystemen war riesig. Wir hätten 24 Stunden sieben Tage die Woche arbeiten können. Zum 1. August 1990 waren schon die ersten Angestellten im Betrieb, bis Jahresende waren es vier. Zeitweilig beschäftigte er gar 16 Leute. Heute sind sie neun in der Firma und mit von der Partie sind inzwischen auch Ehefrau Heike, die über die Buchhaltung wacht, und Bruder Ingolf. Die Geschäfte führt Ronald Neumann.

Er besorgt Aufträge, kalkuliert die Angebote, führt die Gespräche mit den Kunden. Derweil hat die Firma ihren Sitz in der Ludwigsluster Straße. Zum eigentlichen Heizungsbau ist der Sanitär- und Badbereich als weiteres Standbein hinzugekommen. Spezialisiert haben sich die Neumannschen Heizungsbauer. auf den Renovierungsbereich. Mit Geschick, Ideen und natürlich entsprechenden Materialien wird auch hier moderner Wohnkomfort installiert. Gleiches gilt für den Badbereich. "Für gutes Geld hat der Kunde einen Anspruch auf Qualität und Service. Komfort und Behaglichkeit wollen wir bieten. Fühlt sich der Kunde wohl in seinem neuen Ambiente, dann haben wir korrekt unsere Arbeit gemacht". Setzen auch Sie auf Leistung und Qualität!